Der neue Job, die neue Firma, das neue Büro, es wird zunehmend erträglicher. Nur leider muss ich mein Zimmer mit einer dicken, garstigen und total humorlosen Kollegin teilen, von der ich mir vorstellen kann, dass sie nächtens umhergeht und versucht kleinen Kindern den Kopf abzubeißen oder andere Bösigkeiten ausheckt.
Sie erinnert mich auch an die Geschichte in der einer vom Wochenende erzählt: „Ich war gestern im Zoo. Ich haben einen Elefanten gesehen, eine Elefantenkuh. Die hieß Monika und hatte geblümte Leggins an“. – Noch schlimmer wird es, wenn diese Kollegin vom Schreibtisch aufsteht. Sie hat nämlich ein Sitzkissen um ihr xxl-Hinterteil an den Stuhl anzupassen, und dieses Puffer-dazwischen-Ding wird dann sichtbar. Aber das ist kein normales Kissen aus der Belanglosigkeitsabteilung des nächsten Kaufhauses, vielleicht kariert, bunt oder einfarbig, nein, viel schlimmer, es ist ein Stofftier! Erst dachte ich es wäre ein Teddybär. Bei genauerem Hinsehen allerdings wurde mir klar dass es sich zwar um ein handelsübliches Steiff-Tier handelt aber es ist die Nachbildung eines Nashorns, eine vom Aussterben bedrohte Art. Dieses arme Horntier ist nun von dem Gewicht und ihren brütenden Bewegungen ganz platt gewalzt. Armes Tier! Ich mag gar nicht hinsehen ob die zottelig-graue Oberfläche noch die ursprüngliche Farbe ist oder die Folge des Draufherumsitzens. Aber eigentlich will ich es gar nicht so genau wissen und mich mit den Vorgängen die dazu geführt haben, nicht genauer befassen. Wirklich nicht!. – Nun, ja, nach dreißig Jahren habe ich mich damit abgefunden, dass Kollegen keine Freunde sind, sondern eben nur Kollegen.